Interkulturelles Teamcoaching

In unserer globalisierten Welt gewinnt Coaching mit einer interkulturelle Perspektive zunehmend an Bedeutung. In Organisationen und Unternehmen arbeiten immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Kulturen sowie grundlegend anderen Erfahrungshintergründen zusammen. Ob im Dienstleistungssektor, im sozialen und medizinischen Bereich, in der freien Wirtschaft, überall haben wir mit es in Teams bzw. bei Kunden_innen mit einer großen Vielfalt von Personen zu tun. Zusätzlich entsenden viele Firmen ihre Mitarbeitende ins Ausland oder es werden Fachkräfte aus dem Ausland dringend gesucht.

Für meine Tätigkeit als Coach und Fortbildnerin stütze ich mich auf ein dynamisches Kulturverständnis. Kultur als soziale, nicht ethnische oder nationale Kategorie, als offenes System von Bedeutungen, das sich in direkter Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bedingungen konstituiert. Menschen werden geformt durch Kultur in Wahrnehmung, Denken, Sprache und Empfinden und erschaffen sie gleichzeitig.

Das heißt für unser tägliches Zusammenleben und –arbeiten wir nehmen die Welt wahr aufgrund unserer eigenen kulturellen Sozialisation und agieren primär aus diesem Hintergrund heraus, also mit den Erfahrungen, Werten, Normen, Regeln und Codes, die wir gelernt haben. Diese übertragen wir häufig auf unsere Mitmenschen, ohne zu beachten, dass diese möglicherweise völlig andere kulturell geprägte Vorstellungen haben. Dies führt oft zu Missverständnisse und Konflikte im Team oder zu Problemen mit Kunden_innen, die wir uns häufig nicht erklären können.

Interkulturelles Coaching setzt an diesen Punkten an. Die eigene Wahrnehmung und kulturelle Sozialisation werden reflektiert und werden in Bezug gesetzt zu anderen gesellschaftlichen Kontexten. Eigene Stigmatisierungen, Klischees und Vorurteile gegenüber anderen Gruppen und Personen werden hinterfragt und bearbeitet. Das Ziel ist Persönlichkeitsanteile wie (Sich)Selbstbewusstsein, Offenheit und Empathie, Perspektivenwechsel, Kooperationsfähigkeit, Selbstreflexion, Konfliktfähigkeit, Kritikfähigkeit, Ambiguitätstoleranz (das Aushalten von Widersprüchen) und Lernbereitschaft zu fördern.

Wenn wir lernen, in sogenannten kulturellen Unterschneidungssituationen angemessen (re)agieren zu können, gewinnen wir enormes Potential für die tägliche Arbeit und können die unterschiedlichen Ressourcen aller Menschen nutzen.

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